Pressemitteilung:
16. Dezember 2011
Berliner Erklärung - Erster Schritt für gesetzliche Quote
Damit sei das Ziel, die Gleichstellung, aber noch nicht erreicht. „Das ist ein erster Schritt“ machte Dieter Wiefelspütz deutlich. „Schon viel zu lange ringen CDU/CSU und FDP um eine klare Position. Der Gipfel ist der Vorschlag von Ministerin Schröder zu einer sogenannten Flexiquote. Gleichstellungspolitik mit Herz und Hand sieht anders aus. Die SPD zielt auf eine verbindliche, gesetzliche 40 Pro-zentquote nicht nur in Aufsichtsräten sondern auch in Vorständen deutscher Konzerne“. Einen entsprechenden Gesetzentwurf wird die SPD- Bundestagsfraktion zur Abstimmung im Bundestag stellen.
Als „unerträglich“ bezeichnete es Wiefelspütz, wie viel hochqualifizierte Frauen in Deutschland an die „gläserne Decke“ stoßen. „Beispielsweise sind nur 2,5 % der Vorstandsposten der 200 größten deutschen Unternehmen mit Frauen besetzt“, so der Bundestagsabgeordnete. „Unsere Frauen haben starke und klare politische Rahmenbedingungen verdient, die aufräumen mit diskriminierenden Zuständen. Daher ist es enttäuschend, dass auch hier Ministerin Schröder nur halbherzige Vorschläge macht. Kämpferisch scheint hingegen Arbeitsministerin von der Leyen. Doch haben wir bei ihr nur zu oft erleben müssen, dass es bei Worten blieb“. Als ehemals zuständige Ministerin habe sie jedenfalls das Thema nie zu ihrem Markenzeichen gemacht. „Jetzt wird sich zeigen, ob den Worten der Vertreterinnen der Koalition auch Taten folgen“, so Dieter Wiefelspütz.
„Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten fordern CDU und FDP auf, unserem Gesetzentwurf im Bundestag zuzustimmen. Dann ist die gläserne Decke durchbrochen“, stellte der Abgeordnete abschließend fest.